IGFM

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wurde 1972 in Frankfurt am Main gegründet. Sie unterstützt weltweit Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.

Die deutsche Sektion der IGFM hat ca. 3.000 Mitglieder (Stand 2005). Sie hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.

Die IGFM ist eine als gemeinnützig und mildtätig anerkannte Nichtregierungsorganisation. Ihre Arbeit wird ganz überwiegend durch Ehrenamtliche geleistet. Sie informiert über Menschenrechtsverletzungen, denn öffentliche Aufmerksamkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um Einzelschicksale und strukturelle Probleme lösen zu können. Öffentlichkeitsarbeit bedeutet aber nicht nur Presse-, Lobby und Bildungsarbeit, sondern auch Aufklärung und Menschenrechtserziehung. Die IGFM veranstaltet Seminare für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Zu den langfristigen Kampagnen der IGFM gehört unter anderem der Einsatz für die Überwindung barbarischer Strafen wie Steinigungen und Amputationen.

Die IGFM leistet humanitäre Hilfe in Form von Paketaktionen und Hilfsgütertransporten, weil sie glaubt, dass die Lösung humanitärer Probleme zur Verwirklichung der Menschenrechte beiträgt. Seit 1980 hat die IGFM mit zigtausend Tonnen "Hilfe von Mensch zu Mensch" denen geholfen, die aus politischen Gründen keine oder nicht genügend staatliche Hilfe zu erwarten hatten.

In den vergangenen 10 Jahren hat die IGFM eine Reihe von Projekte mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission durchgeführt. Dazu gehören unter anderem die Suche von Zeugen und Opfern von Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien, die Durchsetzung des Internationalen Strafgerichtshofes, die Humanisierung des Militärwesens in der Ukraine und die Erhöhung der Lebenstüchtigkeit von Heim- und Straßenkindern in Osteuropa.

www.igfm.de